Die elektronische Steuerung von Turbodieselmotoren wird seit über 15 Jahren angewendet, und Chiptuning ist eine hervorragende Art der Leistungssteigerung von Alltagsautos. Neue oder gebrauchte Autos mit Turbodieselmotor können durch Änderung der Programmierung oder Anwendung einer Box mit deutlichem Effekt getunt werden.
Auf diesem Wege wird eine Leistungs- und Drehmomentsteigerung um 20 – 30 %, und häufig die gleichzeitige Steigerung der Motorelastizität erreicht.
Der Fahreffekt ist so, als ob ein 30 % größerer Motor eingebaut wäre, oder Sie in einem Auto einer höheren Klasse fahren.
Das Turbodiesel Chiptuning kann auf zwei Wegen durchgeführt werden.
- Montieren einer Box, das heißt eines Zusatzgeräts, das das Steuerungscomputersignal der Einspritzung umformt, wodurch eine Leistungssteigerung bewirkt wird. Der Vorteil dieser Lösung ist die einfache Montage, und die Möglichkeit der einfachen Demontage des Geräts. Der Nachteil ist die etwas geringere Leistungssteigerung und die Möglichkeit eines geringen Anstiegs des Brennstoffverbrauchs bei rasanter Fahrweise.
- Programmänderung im serienmäßigen Steuerungscomputer. In Abhängigkeit vom Automodell kann dies über den Diagnosestecker (ohne Ausbau des Computers) durchgeführt werden. Es kann aber auch die Notwendigkeit zum Ausbau des Einspritzcomputers und Einlöten eines Speichersystems bestehen. Der Vorteil dieser Lösung ist der geringere Kraftstoffverbruch und die bessere Leistungssteigerung nach dem Umbau. Auch in diesem Falle besteht die Möglichkeit zur Rückkehr ins Serienprogramm.
Die Durchführungsdauer der oben angeführten Diensleistung beträgt zwischen 1 und 4 Stunden (in Abhängigkeit von den Messungen am Prüfstand vor und nach der Modifizierung)
Das Chiptuning von Turbodieselmotoren ist eine sehr wirkungsvolle Methode zur Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Erhaltung der Lebensdauer des Motors.
Das Chiptuning von Benzinmotoren wird in folgenden Fällen angewandt:
- Bei Motoren mit Turboaufladung auf änliche Art und mit gutem Effekt wie bei Turbodieselmotoren
- Bei Autos mit Saugmotoren, wobei der Effekt der Leistung- und Drehmomentsteigerung eher gering ist – ca. 5 %
- Bei Motoren nach wesentlichen mechanischen Umbauten, z.B.: Austausch der Nockenwelle zum Zweck der Angleichung des Kraftstoff und Zündungssystems an die durchgeführten Änderungen.
Bei Benzinmotoren nach größeren Umbauten wie z.B.: Vorbereitung zur Teilnahme an Rennen unter anwendung spezieller, programmierbarer Einspritzsteuerungs- und Zündungscomputer.